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Die Unterwanderung der Ratio an deutschen Hochschulen

Die Unterwanderung der Ratio an deutschen Hochschulen

Kaum habe ich meinen Blog gestartet schon hat halb Facebook fleißig unter meinen Beiträgen kommentiert. Gut, es waren vorwiegend Studenten und die sollen ja sowieso zu viel Zeit haben. Oder wie war das? 😉

Motivation für den Blog

Mit der deutschen Bildung geht es bergab. Das ehemals hohe Universiätsniveau kann nicht mehr gehalten werden, Professoren beklagen Defizite bei Studenten („Studierenden“).

Eine Entwicklung, die für unser ressourcenschwaches Land im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung nicht sehr förderlich ist. Die Diskussion verlagert sich ähnlich wie in der deutschen Politik in gehaltlose Gebiete, die keinen wesentlichen Mehrwert zur Verbesserung der Lehre beitragen.

Das Gegenteil ist der Fall. Stellen für ideologisch motivierte Positionen werden in bereits klamme Hochschulbudgets kalkuliert, dafür werden Lehrstellen und gut aufgestellte Tutorien an vielen Hochschulen weiter abgebaut. Die Betreuungsquote wird einem Hochtechnologieland in keinster Weise gerecht.

Falsche politische Korrektheit

Aufgrund einer falschen politischen Korrektheit werden diese Themen nicht angesprochen. Auch nicht von Studenten.

Spätdeutsche Dekadenz in der Hochschule?

Wir ruhen uns in Deutschland auf Lorbeeren aus, die vorwiegend aus der Vergangenheit entstammen. Dem Volkswagenkonzern entsteht durch eine betriebswirtschaftliche Kostenersparnis eines Cent-Bauteils Imageschäden in Milliardenhöhe. Amerikanische VW-Fahren werden entschädigt, der deutsche Käufer kauft trotzdem den nächsten VW im Stammland zu einem höheren Preis, als in anderen Ländern.

Ähnlich selbstdemontierend sieht die Entwicklung in der deutschen Hochschullandschaft aus. Hier hat es sich zu einem Demo-/Partytourismus in den Fachschaften und Asten zu Lasten aller Studenten und des Bildungswesens im Allgemeinen geführt.

  • Die Uni-Party als Finanz-Debakel: Für eine Mensa-Party vor acht Jahren wurden Bands wie „Culcha Candela“ oder „Juli“ für Gagen bis zu 50.000 Euro gebucht. Doch die Party wurde ein Finanz-Debakel. Jetzt mussten Richter klären, wer dafür haftet. (FAZ)
  • Der Asta kassiert, das Geld ist futsch: Während der Fußball-WM im Sommer übertrug der Asta in Göttingen Spiele in den Hörsaal. Jetzt ist das Geld weg, und die Studentenvertreter stecken in einer Finanzaffäre. (Süddeutsche Zeitung)
  • Bei noch einer Party stimmen die Finanzen nicht – Uni erstattet Anzeige: In mehreren Abrechnungen von Feiern der Studierendenvertretung Asta war der Wurm drin. Erst schien es sich nur um einen Einzelfall zu handeln, jetzt sind es schon zwei. (Augsburger Allgemeine)

  • Ex-Asta-Funktionäre müssen 175.000 Euro zahlen: Sie wollten eine Mega-Sause aus ihrer Mensa-Party machen – und müssen jetzt 175.000 Euro Schadensersatz zahlen: Dazu hat ein Gericht zwei ehemalige Bochumer Studentenvertreter verurteilt. (Spiegel Online)

Unigruppen in Facebook

Ganz besonders breit gemacht hat sich die Unfähigkeit zur Auseinandersetzung mit kritischen Themen und der deutsche Genderwahn im heutigen Kommunikationsmittel: Facebook.

Hier insbesondere in den Studentengruppen deutscher Hochschulen, die vorwiegend von Fachschaften oder Asten administriert werden.

Dabei läuft es bei kritischen Meinungen immer gleich: Löschen, Blockieren und aus der Gruppe schmeißen.

So entstehen kritische Möglichkeiten der Zensur oder Beeinflussung.

Facebookgruppe: Universität Duisburg-Essen

In einem Beitrag sucht zum Beispiel die Zeitung „akduell – Studentische Zeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet“ erneut „Zeitungsredakteur*innen“. Vielleicht kommen die Bewerbungen nicht an, weil der Mailserver Sternchen verarbeitet?

akduellUniversität Duisburg-Essen

Chatlog

„So lange diese Zeitung existiert, wirst du auch Freude haben können über Sternchen zu ärgern.“ schreibt ein Dennis drunter.

Ja aber genau dort liegt doch das Problem, lieber Dennis. 🤔

Dennis‘ Freund Marcus postet nach wenigen Minuten drunter. Facebook ist schnell.

Schauen wir doch mal an, wer Marcus und Dennis sind. Generation Facebook.

Marcus und Dennis auf Facebook

Marcus ist anscheinend Vorsitzender des AStA der Universität Duisburg-Essen, Ähnlich wie Dennis scheint Marcus gerne Auf Demos zu gehen und setzt sich für ein kostenloses Studium ein, was ich nur unterstützen kann.

 

Marcus Lamprecht

Wie dürfen wir jetzt eure Arbeit verstehen, lieber Marcus: Kostenloses Studium aber bitte mit Sternchen?

Kollege Dennis ist ebenfalls als Bildugnsaktivist proaktiv unterwegs.

Bildungsaktivist

Er schreibt, dass er Journalist sei. 🤔

Also lieber Marcus Lamprecht: Was macht ihr sonst noch, außer Sternchen malen, Partys und Demos besuchen und 13 Semester studieren?

Jegliche Form von Zensur ist uncool. Und ja, dazu gehört es auch, kritische Beiträge in Facebookgruppen zu löschen oder gehaltlos in Frage zu stellen, insbesondere wenn es sich um Studentengruppen deutscher Hochschulen handelt.

Professor*in kann kein Mensch*in lesen.

Published inBildungMeinung

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